Die Adobe Digital Publishing Suite ist ein Produkt aus lokaler Software, SaaS (Software as a Service) und Cloud Diensten. Was jetzt genau wo, wie funktioniert und zu welchem Preis, zeige ich hier grafisch.
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Keine Angst, es sieht komplexer aus, als es ist. Folgen Sie im Workflow-Schema Punkt für Punkt der Beschreibung.
1] InDesign-Dateien
Das digitale Magazin als normale InDesign-Dateien mit Interaktivität. Ein InDesign-Dokument = ein Artikel = horizontal blättern auf dem Bildschirm.
Hat ein Artikel (InDesign-Dokument) mehr als eine Seite, kann im Artikel auf dem Bildschirm vertikal geblättert werden.
2] InDesign mit Folio Producer Tools
Für InDesign CS5 und CS5.5 gibt es kostenlos die Folio Producer Tools. Das sind zwei InDesign-Paletten (Folio Builder und Overlay Creator) und der Content Viewer, der für die lokale Anzeige der digitalen Magazine benutzt wird.
3] Lokale Artikel-Vorschau
In InDesign kann über «Datei > Foliovorschau...» der Artikel (InDesign-Datei) als .Folio im lokalen Content Viewer angezeigt werden. Hierfür muss man nicht am Adobe-Server angemeldet sein, diese Funktion steht auch ohne Online-Verbindung zur Verfügung.
4] Anmeldung über Adobe ID an Acrobat.com
Zum Arbeiten mit der Adobe Digital Publishing Suite braucht es eine Adobe ID. Es gibt dabei drei Stufen von IDs:
a) Kostenlose Adobe ID, Erstellung hier. Pro kostenlose Adobe ID kann ein digitales Magazin (eine .Folio-Datei) verwaltet werden. Adobe erlaubt es, beliebig viele kostenlose Adobe IDs zu erstellen, um ohne Zusatzkosten zur InDesign-Lizenz mehrere Magazine verwalten zu können.
b) Kostenpflichtiger Acrobat.com-Zugang (Info). Hier können entweder 20 (Basic) oder unbegrenzt (Plus) Magazine verwaltet werden.
c) Miete Adobe Digital Publishing Suite (DPS) (Preise). Mit einem DPS-Account können auch beliebig viele Magazine verwaltet werden.
5] Folio-Verwaltung auf Acrobat.com
Die .Folios (Dateiformat für die digitalen Magazine) werden online auf Acrobat.com verwaltet. Ein Magazin entspricht technologisch einem Arbeitsbereich auf Acrobat.com. Die .Folios können über das Folio Builder-Panel in InDesign für andere Adobe IDs freigegeben werden. So können andere InDesign-Anwender am .Folio mitarbeiten oder Kunden können ihre Magazine anschauen, ohne dass was offiziell veröffentlicht worden wäre. Das Freigeben funktioniert auch mit der kostenlosen Adobe ID (siehe Punkt 4).
6] Vorschau lokal und auf Content Viewer
Im Folio Builder-Panel in InDesign kann über den Vorschau-Knopf das gesamte digitale Magazin angezeigt werden (zur Anzeige wird de Content Viewer auf Mac oder PC verwendet). Die Verwaltung des Magazines geschieht im Hintergrund im Cloud-Dienst auf Acrobat.com. Achten Sie darauf, dass Sie geänderte Artikel im Folio Builder-Panel aktualisieren, bevor Sie sich ein digitales Magazin anzeigen lassen.
Zur Vorschau des digitalen Magazines auf mobilen Geräten (iPad, Android, es folgen weitere) muss auf diesen Geräten der Content Viewer installiert sein (iPad-Version). Meldet man sich im Content Viewer mit der gleichen Adobe ID an, wie in Punkt 4, erscheint das Magazin in der Bibliotheks-Ansicht im Content Viewer. Dafür muss das mobile Gerät mit dem Internet verbunden sein. Ein direktes Beladen des iPads über iTunes (Sideloading) ist nicht mehr möglich.
Haben Sie ein .Folio freigegeben (siehe Punkt 5), kann der Kunde sich mit seiner Adobe ID in seinem Content Viewer anmelden und sieht dort sofort sein Magazin in der Bibliotheks-Ansicht. Alles auch möglich mit der kostenlosen Adobe ID.
7] Cloud-Dienste Adobe Digital Publishing Suite
Wer die Digital Publishing Suite mietet (Preise), kann sich online anmelden und dort die Verwaltung der digitalen Magazine vornehmen. Er hat auch Zugriff auf den Viewer Builder, mit dem die digitalen Kioske für die Stores (siehe Punkt 8) erstellt (kompiliert) werden.
Die Tools zur Analyse des Konsumenten-Verhaltens sind auch hier untergebracht.
8] App Stores
Mit dem Viewer Builder wird pro unterstütze Plattform (iOS für iPad, Android, RIM...) ein digitaler Kiosk erstellt, den sich die Konsumenten runterladen.
9] Konsumenten holen sich .folio
Ist der digitale Kiosk beim Konsumenten installiert, erscheinen in der Bibliothek die auf dem Adobe-Server gehosteten digitalen Magazine.
Weitere Infos/Angebote
Soweit das Ökosystem der Digital Publishing Suite. Hier noch eine Sammlung mit weiteren Infos/Angeboten zu Digital Publishing:
Lernvideos zu Digital Publishing (werden ständig erweitert)
Herzlich
Haeme Ulrich

Schade Adobe!
AntwortenLöschenDass das Sideloading nicht mehr geht, ist für kleinere Unternehmen schon das "Aus" von Folio-Dateien. Ich finde das schade, es ist vorbei, bevor es erst richtig angefangen hat. Als Alternative sehe ich entweder PDF oder html 5.
Sehe ich genauso wie Patrick. Freie Inhalte fallen mit dieser Technologie weg!
AntwortenLöschenWarum brauche ich .folio Dateien, wenn ich doch mit den freien Javascript-Bibliotheken jquerymobile/jquery, css3 und html5 gleichwertige Inhalte erzeugen kann. Kostenpflichtige Anwendungen fordere ich direkt ein, ohne Adobe ein Haufen Geld zu überweisen.