Grundsätzlich
Das Runtersichern zu älteren Programmversionen ist unabhängig der Software immer gewissen Restriktionen unterworfen. Die grosse Frage ist, was passiert mit angewendeten Funktionen, die die ältere Softwareversion nicht hat. Werden Effekte einfach verworfen oder ist eine Art Simulation möglich? Was passiert mit Text, wenn die Satzengine in der neuen Version erweitert wurde? Ändert sich der Umbruch, wenn die Wörterbücher nicht exakt gleich sind? Da gäbe es noch viele offene Fragen. In jedem Fall muss man sich gut überlegen, ob man mit diesem Risiko leben will oder ob ein Update auf die aktuelle Version unter dem Strich nicht trotzdem kostengünstiger ist.
Spezialfall InDesign
Weil das Objektmodell in InDesign über Versionen hinweg angepasst wird, hat sich Adobe entschieden, die Rückwärtskompatibilität über ein Zwischenformat sicherzustellen. Bis CS4 war dies das INX. Eine XML-Datei, die von Adobe nicht offiziell für Dritthersteller freigegeben wurde. INX stiess aber auf grosses Echo. So gab es ePaper- und Übersetzungslösungen, die auch auf INX aufsetzten. So hat sich Adobe entschlossen, für CS5 ein dokumentiertes XML zu machen, eben das IDML. IDML ist die beste Erfindung seit InDesign. Denn über IDML lassen sich "InDesign-Dateien" manipulieren oder sogar erstellen, ohne ein InDesign zu haben. Extrem spannend finde ich die IDMLLib.
Runtersichern
CS5 zu CS4
Wählen Sie in InDesign CS5 "Datei > Exportieren" und dann als Format "InDesign Markup (IDML)". In InDesign CS4 kann nun diese IDML-Datei geöffnet werden. Achten Sie darauf, dass für CS4 die neusten Updates installiert sind.
CS4 zu CS3
Wählen Sie in InDesign CS4 "Datei > Exportieren" und dann als Format "InDesign Interchange (INX)". In InDesign CS3 kann nun diese INX-Datei geöffnet werden. Achten Sie darauf, dass für CS3 die neusten Updates installiert sind.
CS5 zu CS3
Das geht ausschliesslich über CS4. Weil, CS5 schreibt kein INX und CS3 liest kein IDML.
Herzlich
Haeme Ulrich










