Freitag, 6. August 2010

iPad: Klärung bei Swisscom Abo

Mein Hilfeschrei (siehe Post) für bessere Swisscom-Angebote fürs iPad hat Wellen ausgelöst. Gute Wellen. Stephan Mignot, Swisscom:

«Leider war die Beratung in unseren Shops und an der Hotline falsch, ich möchte mich dafür entschuldigen. Selbstverständlich ist es möglich, auch ein Postpaid-Abo wie NATEL data day oder NATEL data flat mit einem iPad, d.h. mit einer Micro-SIM-Karte, zu nutzen. Wir haben die Information an die Mitarbeitenden nochmals erneuert.
Zu Prepaid zwei Hinweise:
1)Die Abfrage des Guthabenstandes (CHF) ist einfach möglich solange der iPad im Swisscom-Netz eingebucht ist: einfach auf www.swisscom.ch/reload surfen und das Restguthaben wird angezeigt.
2) Eine kundenfreundlichere Lösung mit Buchung der Datenoption direkt am iPad ist in Entwicklung.

Freundliche Grüsse
Stephan Mignot, Swisscom»


Schön, dass unser Blog auch dazu beitragen kann, falsche Informationen aufzudecken und zu klären.

Herzlich
Haeme Ulrich

Photoshop: GPS-Koordinaten in Photohop ablesen



Seit ungefähr einem halben Jahr fotografiere ich alle Bilder mit GPS-Koordinaten (falls möglich). Dadurch kann ich auch in ferner Zukunft exakt bestimmen, wo das Foto genau aufgenommen wurde.

Bridge und Lightroom zeigen GPS-Tags bereits seit Jahren an. Photoshop weiss aber selbst in der Version CS5 nichts mit GPS-Informationen anzufangen. Immerhin bietet Adobe jetzt eine kostenlose Erweiterung an. Damit können Sie in den Dateiinformationen prüfen, ob GPS-Metadaten im geöffneten Bild vorhanden sind.


Ich finde es etwas schade, dass ich nicht wie in Lightroom mit einem Mausklick auf Google Maps wechseln kann. Trotzdem begrüsse ich diese Erweiterung. Ich habe es oft erlebt, dass GPS-Metadaten im Laufe eines Bildbearbeitungsprozesses verloren gegangen sind. Auf diese Weise kann ich jederzeit prüfen, ob die Daten noch vorhanden sind. Somit erspare ich mir einen Wechsel in die Bridge.

Zur Info:
Nach der Installation sollten Sie Photoshop am besten beenden und neu starten. Öffnen Sie anschliessend ein Bild mit GPS-Metadaten und öffnen Sie die Dateiinformationen (Datei-Menü). Jetzt müssen Sie in den Registern oben ganz nach rechts scrollen, um das neue Fenster sehen zu können. Sie können dieses aber zum Glück einfach an eine neue Position verschieben.

Installation:
Die Installationspfade finden Sie in meinen beiden Kommentaren unten am Ende des Blogs.

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Donnerstag, 5. August 2010

Lightroom: Wozu dient der Camera RAW Cache? (vorsicht technisch!!!)



In diesem Blog möchte ich Ihnen wieder einmal ein paar sehr technische Hintergrundinformationen zu Lightroom liefern, die Ihnen aber mit Sicherheit extrem helfen werden.

Wenn Sie in Lightroom die Voreinstellungen öffnen (Cmd+U) finden Sie unter dem Punkt "Dateiverwaltung" die "Camera RAW Cache-Einstellungen". Dieser Cache macht nicht das, was man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Viele Anwender denken zuerst, dass dieser Cache ein Pufferspeicher für die Vorschauen ist, die Lightroom immer wieder anlegen muss. Dem ist aber ganz und gar nicht so! Das Verhalten der Vorschauen steuern Sie in den "Katalogeinstellungen" unter "Dateihandhabung". Der Camera RAW Cache übernimmt eine extrem wichtige Aufgabe, die ich Ihnen kurz erklären möchte.

Sobald Sie ein Bild im Entwickeln-Modul öffnen, verwirft Lightroom die bereits gerenderte Vorschau und fängt noch einmal bei null an und rendert eine neue Vorschau. Sobald Sie ein anderes Bild bearbeiten und später am vorherigen Bild noch einmal Änderungen vornehmen, wird die Vorschau sofort wieder verworden, nur um erneut eine Vorschau zu rendern. Dies muss Lightroom natürlich tun, damit die Vorschau absolut exakt ist und nicht etwa auf einer alten Version beruht. Dies ist natürlich je nach Bildgrösse eine Menge Arbeit und zwingt den Anwender zu Wartezeiten.

Sie denken jetzt sicher, dass es bestimmt Operationen gibt, die für ein bestimmtes Bild wiederholend sind und daher in einem Cache hinterlegt werden können. Dies ist tatsächlich so: Decoding, Dekomprimierung, Linearisierung und Demosaicing sind Arbeitsschritte, die unabhängig vom Aussehen des Bildes so oder so vorgenommen werden müssen. Diese Arbeitsschritte interpretieren das RAW-Bild und übersetzen die Metadaten in eine visuell angebrachte Form.

Da diese Prozesse bei einem bestimmten Bild immer wieder zum selben Ergebnis führen, ist es absolut legitim, dass diese Arbeitsschritte im Camera RAW Cache zwischengespeichert werden können. Wenn Sie ein Bild zum ersten Mal entwickeln, rendert Lightroom von Grund auf eine Vorschau. Beim nächsten Entwickeln halbiert sich die Rechenzeit ungefähr auf die Hälfte, weil die wiederkehrenden Arbeitsschritte bereits im Cache vorliegen.

In den Voreinstellungen legen Sie jetzt fest, wie gross dieser Cache sein soll. Seit Lightroom 2.7 und Lightroom 3 darf dieser Cache erstmals 50 GB überschreiten. Das Maximum wird erst bei 200 GB erreicht. Die Grundeinstellungen liegen lediglich bei 1 GB. Wenn Sie den Cache (bei genügend Festplattenspeicher) nur schon auf 10 oder 20 GB erhöhen, kann Lightroom wesentlich mehr Bilder cachen, was ein flüssigeres Arbeiten im Entwickeln-Modul zur Folge hat.

Speicherort des Camera RAW Caches
Wenn Sie sich die Voreinstellungen genau anschauen, so werden Sie merken, dass der Speicherort für den Camera RAW Cache manuell bestimmt werden kann. Dies ist extrem interessant. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Camera RAW Cache und Lightroom-Katalog auf separaten Festplatten liegen. Es sollte sich dabei aber um eine zweite interne Festplatte oder eine externe Festplatte (zum Beispiel RAID Level 0) mit eSATA-Port handeln.

Sie fragen sich jetzt sicher, wieso es Sinn macht, Katalog und Camera RAW Cache physikalisch zu trennen? Die Antwort ist einfach: Jeder Mausklick im Entwickeln-Modul wird als Metadaten in die Datenbank (und je nach Voreinstellung anschliessend in das Bild) geschrieben. Dies bedeutet eine Menge Arbeit für den Schreib/Lesekopf Ihrer Festplatte. So schreibt Lightroom ab und zu immer noch Metadaten in die Datenbank, obwohl Sie bereits ein anderes Bild bearbeiten möchten. Der gleiche Schreib/Lesekopf muss sich allerdings auch um die Caches kümmern, die bereits für das nächste Bild geladen werden müssen, was zeitgleich natürlich unmöglich ist. Wenn sich der Cache jedoch auf einer eigenen Platte befindet, kann dieses Problem elegant umgangen werden.

Falls Sie nur spärlich Bilder in Lightroom entwickeln, brauchen Sie sich um zusätzliche Hardware keine Gedanken zu machen. Ich würde den Cache aber dennoch etwas erhöhen, falls Ihre Festplatte noch genug freien Speicher zur Verfügung hat.

Lightroom und Camera RAW teilen sich übrigens den Camera RAW Cache. Wenn Sie die Voreinstellungen in Lightroom ändern, werden Sie die Anpassung auch in den Camera RAW-Voreinstellungen vorfinden (und umgekehrt). Das ist ganz schön clever und praktisch!

Sie wollen mehr über Lightroom erfahren? Dann besuchen Sie doch einfach meine Vorträge an der diesjährigen swiss publishing week

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Lightroom: Was bedeuten die Sterne hinter den Stichwörtern?



An fast jeder Lightroom-Schulung werde ich gefragt, was denn die Sterne bedeuten, die gelegentlich hinter einem Stichwort auftauchen. Nun, diese Frage ist einfach zu beantworten:

Wenn Sie im Bibliotheksmodul mehr als ein Bild ausgewählt haben, können diese Bilder jeweils auch unterschiedliche Stichwörter enthalten. Falls ein Stichwort in jedem ausgewählten Bild zu finden ist, erscheint kein Stern hinter dem Stichwort. Falls ein Stichwort allerdings nur bei einem einzigen oder einigen Bildern angewendet wurde, erscheint ein Stern hinter dem Schlagwort. Damit teilt Ihnen Lightroom mit, dass einzelne Ausdrücke nur lokal zugewiesen wurden, während andere Begriffe auf die ganze Auswahl angewendet wurden.

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Dienstag, 3. August 2010

InDesign: Spinne ich oder InDesign?

Frage:
Bei mir kommen plötzlich alle Textrahmen mit mehreren Spalten. Was ist da bloss gegangen?

Die Antwort sehen Sie im Film unten.



Herzlich
Haeme Ulrich

Bridge CS5: JDI - Was macht Cmd+D?



OK, da ich im letzten Post über ein Photoshop-JDI berichtet habe, möchte ich dies auch bei der Adobe Bridge CS5 kurz tun.

Wenn Sie in der Bridge CS5 heute "Cmd+D" bzw. "Ctrl+D" drücken, werden Sie nach dem weiteren Vorgehen gefragt. Folgende Optionen stehen im Angebot:

- Sie können mit diesem Befehl zum Desktop navigieren
- Sie können die getroffene Auswahl aufheben
- oder Sie können aktivierte Objekte duplizieren

Mir persönlich kommt es sehr entgegen, dass ich mit diesem Befehl jetzt zum Desktop navigieren kann. Cmd+D existiert in OSX auch auf Betriebssystemebene und hat dort den gleichen Zweck (zum Beispiel beim Öffnen oder Sichern von Dokumenten). Früher ist es mir daher immer wieder passiert, dass ich in der Bridge mit diesem Befehl einen Blödsinn angerichtet habe :-) Zum Glück gehört dies nun der Vergangenheit an.

Wenn Sie dieses Verhalten in Photoshop oder Bridge auf den Ursprungszustand zurücksetzen möchten, müssen Sie lediglich die Voreinstellungen des Programmes löschen.

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Photoshop CS5: JDI - Extras ausblenden


Eigentlich hätte ich ja Ferien :-) Ich kann es aber dennoch nicht lassen, einen kurzen Blog zu posten. Adobe hat in Photoshop CS5 über 30 sogenannte JDI-Features (Just Do It) eingebaut. Dabei handelt es sich um kleine Verbesserungen, die man überall in Photoshop antrifft.

Eine kleine Neuerung besteht zum Beispiel darin, dass Sie beim ersten Drücken von "Befehl+H" auf dem Mac gefragt werden, ob Sie:

- Photoshop ausblenden wollen
- die Photoshop-Extras ausblenden wollen

Früher hatte man diese Wahl nicht. Die Konfiguration des Betriebssystemes war daher ausschlaggebend. Ich geniesse es, dass ich jetzt per Knopfdruck das zukünftige Verhalten deses Befehles bestimmen kann.

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Montag, 2. August 2010

Digital Magazine: Was denken Sie zu Hoch- und Querformat?

Dreht man das iPad von Hoch- zu Querformat (oder umgekehrt), so ändert sich auch der Bildschirminhalt. Das ist technisch interessant. Und für die ersten zwei Wochen iPad ganz lustig. Doch habe ich bei meinem iPad die automatische Rotation bewusst abgeschaltet. Ich brauche es interessanterweise ausschliesslich in Querformat.
Jetzt ist es so, dass man bei einem digitalen Magazin den gleichen Artikel in Hoch- und Querformat anders layouten kann, oder sogar anderen Inhalt bringen kann. Dies habe ich teilweise bei der iPad App zur swiss publishing week 2010 so gemacht.

In Querformat kann man einen Film schauen...

...in Hochformat eine Bildstrecke.


Beim Programm habe ich keine hochformatige Version gemacht. Und zwar konnte ich den Aufwand schlicht nicht rechtfertigen. Zudem wäre die Tabelle zu schmal und unübersichtlich geworden. Hält man das iPad in Hochformat, so lasse ich da eine Meldung erscheinen, die besagt, dass das iPad zu drehen sei.

Hochformat:

Querformat:


Was bringt dieser Formatwechsel?
Je länger ich mit InDesign Sachen fürs iPad erstelle und je intensiver ich digitale Magazine konsumiere, desto mehr frage ich mich, ob diese Formatrotation für Konsumenten und Verleger überhaupt einen Mehrwert bringt.
  • Übertragen auf den Printbereich: Ich habe noch nie das Gefühl verspürt, mein gedrucktes Magazin drehen zu wollen, um im anderen Format weiter lesen zu können.
  • Ist es logisch, dass sich das Layout ändert, wenn ich das Gerät drehe? Wissen das alle, die mein Magazin auf dem iPad lesen?
  • Was, wenn Tablets auf den Markt kommen, die diese Rotation nicht unterstützen?
  • Wie kann ich es betriebswirtschaftlich rechtfertigen, für die digitale Ausgabe immer alles doppelt zu layouten? Ist der Wow-Effekt soviel wert?
  • Wie reagieren Konsumenten, wenn nicht Hoch- und Querformat unterstützt werden (siehe Agenda in der App oben)?
  • Bringt es einen Vorteil, wenn ich vertikal eine reine Textansicht habe, wo ich den Text zoomen kann?
Sie sehen, ich stehe der Rotation in digitalen Magazinen skeptisch gegenüber. Ich bin mir nicht sicher, ob sich dieser Luxus halten kann. Doch ich bin nur der Haeme. Viel mehr würde mich interessieren, was Sie darüber denken! Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion, damit wir als Ganzes zu einem breiter abgestützten Fazit und vielleicht auch zu praxisrelevanten Tipps kommen.

Herzlichen Dank!
Haeme Ulrich

InDesign CS5: Mehrere Animationen auf ein Objekt



Offiziell geht es nicht, mit diesem Trick aber schon: So weisen Sie ein und dem selben Objekt in InDesign CS5 gleich mehrere Animationen zu!



Herzlich
Haeme Ulrich

InDesign CS5: Gridify Tool



Seit InDesign CS5 können Sie in Windeseile mehrere Instanzen eines Objekts aufziehen.



Herzlich
Haeme Ulrich