Samstag, 17. Juli 2010

Creative Suite: Farbeinstellungen kopieren

Die Farbeinstellungen werden bei Adobe in sogenannten Color Setting Files (*.csf) abgespeichert. Will man runter geladene Settings laden, so sind die ins Korrekte Verzeichnis zu kopieren. Dies geht am schnellsten über Adobe Bridge.

1) Bridge aufstarten
2) Bearbeiten > Creative Suite Farbeinstellungen
3) Klick auf den Knopf «Creative Suite Farbeinstellungen anzeigen»
Jetzt sind Sie im Verzeichnis, wo diese Color Setting Files hinkopiert werden. Das ist doch viel einfacher, als sich betriebssystemabhängige, ellenlange Pfade zu merken :-)

Herzlich
Haeme Ulrich

Donnerstag, 15. Juli 2010

Photoshop: Aktionen in Nachhinein korrigieren




In diesem kurzen Video beantworte ich eine Frage, die mich gestern erreicht hat. Ich zeige Ihnen, wie Sie im Nachhinein eine Aktion mit falschen Attributen korrigieren können.


Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Mittwoch, 14. Juli 2010

InDesign: Transformation löschen

Hier ein Kurztrick, doch wie heisst es so schön: «In der Kürze liegt die Würze» :-)

Haben Sie in InDesign ein Objekt gedreht, geschert (verzogen) oder gespiegelt, so können Sie diese Transformationen sehr einfach zurücksetzen, in dem sie mit der rechten Maustaste auf das T-Symbol oben in der Steuerung klicken und dort «Transformation löschen» wählen (Klick aufs Bild, um die Anzeige zu vergrössern).

Herzlich
Haeme Ulrich

Dienstag, 13. Juli 2010

Photoshop: Die Metadaten-Aktion


In diesem Film zeige ich Ihnen, wie Sie mit Hilfe einer simplen Photoshop-Aktion Metadaten einem Bild hinzufügen oder entfernen können. Kombiniert mit dem Skriptereignis-Manager ist dies eine mächtige Methode, um Standard-Infos automatisch einem Bild hinzuzufügen. Dies macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn Sie diese Arbeit nicht in anderen Programmen global erledigen, was ich Ihnen eigentlich empfehlen würde.


Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Photoshop, Lightroom: Was sind maximierte Photoshop-Dateien?



In Photoshops Voreinstellungen können Sie unter Dateihandhabung bestimmen, ob Photoshop-Dateien mit mehr als einer Ebene maximiert werden sollen. Was bedeutet das genau?

Dies bedeutet, dass im Falle einer Maximierung die Datei intern zweifach gespeichert wird, einmal mit Ebenen und einmal mit einer reduzierten Ebene. Von der reduzierten Ebene bekommen Sie selber nichts mit, Sie sehen diese nicht einmal. Maximierte PSD-Dateien haben Vor- und Nachteile, die ich hier kurz auflisten und abschliessend mit einem kurzen Film erklären möchte.

Vorteile:
- kompatibel mit seeehr alten PSD-Versionen (es wird nur die reduzierte Ebene geöffnet, falls nötig)
- schnellerer Bildaufbau (bei Normalansicht) in Adobe InDesign (ID nutzt nur die reduzierte Ebene zur Vorschau und muss diese nicht selber reduzieren und dann rendern).
- Photoshop-Dateien mit mehreren Ebenen können nur dann in Lightroom importiert werden, wenn die Datei maximiert ist.

Nachteil:
- Die Datenmenge kann bei maximierten Dateien aufgrund der zusätzlichen reduzierten Ebene massiv ansteigen.

Obwohl die Vorteile im Grunde genommen überwiegen, schalte ich die Maximierung immer aus. Ich arbeite so gut wie nie mit PSD-Dateien und setze meistens das TIFF-Format ein. Sollte ich einmal mit PSD arbeiten müssen, überlege ich mir gut, ob ich die Datei maximieren will. Wer oft grosse PSD-Dateien in ID platzieren muss, hat eventuell Vorteile, wenn mit maximierten Dateien gearbeitet wird. Die grössere Datenmenge ist für mich aber ein wichtiges Argument gegen die Maximierung. Auch wenn Speicherplatz heute günstig ist, gibt es viele Betriebe mit zehntausenden oder hundertausenden von Bildern. Wenn da jedes Bild 5 bis 10 oder mehr MB schwerer ist, kann dies betriebswirtschaftlich sehr schnell zu einem Unsinn werden.


Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Montag, 12. Juli 2010

Papier ist kompatibel

«Das Wunderbare an Standards ist, dass es so viele davon gibt», hat Andrew Tanenbaum, Netzwerk-Forscher, gesagt. Damit trifft er den IT-Nagel voll auf den Kopf. Mich beschäftigen aktuell vor allem digitale Magazine fürs iPad und deren Verbreitung über den iTunes Store.
Was heisst da iPad und iTunes Store? Es geht um Tablets und um Distributions-Modelle. Und schon sind wir mitten in der Problematik. Während Apple im Moment ein Quasi-Monopol im Tablet-Markt hat, kann sich dies ändern, wenn Android-Geräte breitflächig Fuss fassen. Und wegen der Distribution: Ich weiss von der Schweiz wie von Deutschland, dass man mit Hochdruck an alternativen Distributions-Modellen arbeitet, um nicht von Apple abhängig zu sein.
Und dann sind wir genau da, wo Andrew Tanenbaum sagt: Wir haben viele Standards, pro Land, pro Region, pro Plattform. Das bringt Innovation, führt aber zu Kompatibilitäts-Problemen. Welche Funktionen darf mein digitales Magazin haben? Was ist die optimale Auflösung? Alles Probleme, die das geduldige Papier nicht hat. Papier ist nämlich das kompatibelste Medium überhaupt und wird als solches häufig unterschätzt.
Trotzdem freue ich mich auf die digitalen Magazine. Nicht als Ersatz für Drucksachen, nein als neues Medium, bei dem wir die Fachleute sein dürfen!

Herzlich
Haeme Ulrich

InDesign: Endnoten erstellen

Heute wurde ich dies gefragt:

Ich habe eine Frage zu Fussnoten. Gibt es eine Möglichkeit, die Fussnoten am Ende des Textes zu platzieren? Wenn ich bei Fussnotenoptionen unter Layout/Platzierungsoptionen auf Fussnoten des Textabschnittsendes am Textende klicke, bleiben sie auf der jeweiligen Seite stehen. Ich möchte gerne alle Fussnoten am Ende des Buches haben. Muss ich das von Hand machen?

Zuerst zur Option «Fußnoten des Textabschnittsendes am Textende platzieren».
Mit dieser Option ist gemeint, dass auf der letzten Seite die Fussnoten nicht unten am Textrahmen eingefügt werden, sondern unten am Text. Hat also leider nichts mit den gewünschten Endnoten zu tun.

Ohne die Option:

Mit der Option:

Fussnoten versus Endnoten
Grundsätzlich kennt InDesign ausschliesslich Fussnoten. Also Verweise, die am Fusse der Spalte eingefügt werden, wo der Fussnotenverweis im Text steht. Bei Endnoten ist es so, dass die Fussnoten zusammengezogen werden, um sie am Ende einer Seite, am Ende eines Abschnitts, am Ende eines Kapitels, am Ende eine Werkes einzufügen. Leider kennt InDesign bis heute Endnoten genau so wenig wie Fussnoten, die über mehrere Spalten gehen.

PlugIn für Endnoten
Weil Endnoten doch recht häufig zum Einsatz kommen, haben Dritthersteller Erweiterungen für InDesign erstellt, um Endnoten erstellen zu können. Dabei verweise ich auf ein PlugIn und auf ein kostenloses InDesign Script.
Virginia Systems hat das PlugIn InFnote im Angebot. Es wird zur umfangreichen Fuss- und Endnotenverwaltung eingesetzt und kostet 195 Dollar.

Script für Endnoten
Kostenlos hingegen ist das Script foot_to_end.jsx von Peter Kahrel. Es konvertiert mit InDesign erstellte Fussnoten zu Endnoten. Kommen später Endnoten dazu kann man das Layout mit einem erneuten Doppelklick auf das Script aktualisieren. Peter konvertiert mit dem Script die Fussnoten zu Querverweisen. Das heisst, wenn eine Endnote gelöscht werden soll, so entfernt man den entsprechenden Querverweis.

Vor dem Script (InDesign Fussnoten):

Nach dem Script (Endnoten in Form von Querverweisen):

Zum Script
Das Script konvertiert InDesigns Fussnoten zu dynamischen Endnoten. Es fügt Absatz- und Zeichenformate ein, um das Aussehen der Endnoten später exakt steuern zu können. Die neu erstellten Formate haben im Namen jeweils «endnote_».
Ist nichts ausgewählt, so arbeitet das Script das ganze Dokument durch und platziert die Fussnoten am Ende jeder Textverkettung. Eventuell entstandener Übersatz muss manuell entfernt werden. Übersatz finden Sie ab InDesign CS4 am schnellsten mit dem eingebauten Preflight.
Um nur die Fussnoten einer Textverkettung zu konvertieren, reicht es, die betroffene Textverkettung auszuwählen oder den Textcursor in die Verkettung zu setzen, um dann das Script zu starten.
Das Script hat keine Benutzeroberfläche. Zum Starten reicht ein Doppelklick aufs Script im «Scripte-Panel».

Das Script können Sie wie hier beschrieben installieren.

Weitere Scripte zu Fussnoten von Peter Kahrel – ein Blick lohnt sich!


Herzlich
Haeme Ulrich