Freitag, 12. März 2010

InDesign: Buch zehn Jahre InDesign

Letzten August wurde InDesign zehn jährig. An der swiss publishing week haben wir dies ja gefeiert.
Nun stellt Adobe kostenlos ein Buch (Englisch) als PDF aufs Web, das die Geschichte von InDesign und beteiligte Personen beschreibt. Das PDF können Sie sich hier holen:

Weitere Infos von Adobe zum Zehn-Jahre-Jubiläum gibt es hier:

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich

Photoshop: Aktionen als Text speichern

Ich weiss, ich habe diesen Blog vor Jahren schon einmal gemacht. Aber vielleicht haben einige den Trick wieder vergessen. Wenn Sie sich als Gedankenstütze eine Aktion als Text speichern wollen, drücken Sie beim Speichern der Aktion einfach die Tasten Cmd+Alt bzw. Ctrl+Alt. Dies speichert alle derzeitigen Aktionen in einem riesigen Textfile, in dem alle Schritte der Aktionen zusammengefasst sind.

Sie fragen sich jetzt bestimmt, ob man diesen Export auch irgendwie produktiv nutzen kann. Es wäre schliesslich genial, wenn der Text wieder in eine Aktion gewandelt werden könnte. Dies würde das Editieren einer Aktion unter Umständen sehr vereinfachen. Aber leider ist dies nicht möglich. Photoshop hat keine weitere Verwendung für einmal exportierte Textaktionen. Schade eigentlich. Eine ähnliche Funktion wie beim Scripting-Listener fände ich hier sehr willkommen...

Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Donnerstag, 11. März 2010

Lightroom: Änderungen automatisch in XMP speichern

Wenn Sie in Adobe Lightroom mit Befehl+Alt+Komma die Katalogeinstellungen öffnen, finden Sie im Bereich Metadaten den Punkt "Änderungen automatisch in XMP speichern". Sie können sich kaum vorstellen, zu wie vielen Diskussionen dieser Knopf weltweit in der Lightroom-Gemeinde führt.

Zuerst die Basics
Die Funktion dieser Option ist im Grunde genommen sehr einfach. Lightroom gehört wie auch Aperture zu einem so genannten PIE-Ware-Programm. PIE steht für Parametric Image Editing. Damit ist gemeint, dass sämtliche Modifikationen am Bild in die Metadaten geschrieben werden, die im Falle von Lightroom in einer SQLite-Datenbank gespeichert werden. Auf Deutsch: Lightroom nimmt an den effektiven Bildpixeln zu keinem Zeitpunkt physikalisch eine Änderung vor. In dem Metadaten steht lediglich eine exakte History, die beschreibt, was am Bild alles verändert wurde. Selbst das Hinzufügen von Metadaten wird nicht am effektiven Bild selber vorgenommen.

Der Knopf "Änderungen automatisch in XMP speichern" bewirkt, dass Lightroom die Metadaten in doppelter Ausführung schreibt. Einerseits werden die Daten in Lightrooms Datenbank geschrieben. Bei aktiver Option schreibt Lightroom die Metadaten aber auch direkt in das Bild hinein (bei DNG, TIFF, PSD und JPEG). Bei RAW-Daten erzeugt Lightroom immer einen XMP-Seitenwagen, weil die proprietären RAW-Daten nicht angetastet werden können/dürfen.

Vorteile bei aktiver Option
Dieser besagte Knopf hat viele Fans und gleichzeitig auch viele Gegner. Ich versuche in diesem Blog kurz beide Parteien zu vertreten. Befürworter der Option sind der Meinung, dass es nicht ausreicht, wenn die Metadaten nur in der Datenbank gespeichert werden. Wenn die Datenbank nämlich korrupt werden sollte, gehen sämtliche Informationen über die Geschichte eines Bildes verloren. Alle Anpassungen sind weg, Sie fangen von vorne an. Bei aktiver Option werden die Metadaten aber auch in die Bilder bzw. in einen Seitenwagen geschrieben. Dadurch sind sämtliche Infos vorhanden, selbst wenn die Datenbank baden geht.

Infolge dessen eröffnen sich weitere Vorteile: In Lightroom bearbeitete Bilder können plötzlich auch in Camera RAW bearbeitet werden, weil ACR die Metadaten interpretiert, die im Bild gespeichert wurden. Da ACR und Lightroom beide auf dem gleichen PlugIn basieren, können Anpassungen zwischen ACR und Lightroom ausgetauscht werden. Wer bei diesem Vorgehen aber nicht aufpasst, wird schnell einmal ein Problem mit der Versionierung bekommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nachteile bei aktiver Option
Kritiker bemängeln (zu Recht), dass Lightroom bei aktiver Option ziemlich stark verlangsamt wird. Dies ist kein Wunder, weil jede Anweisung doppelt geschrieben werden muss. Wenn Sie zum Beispiel 500 Bilder auswählen und simple Metadaten in die Bilder schreiben, werden auf einen Schlag 1000 Aufgaben ausgeführt. Lightroom wird dadurch stark verlangsamt. Sie sollten bei aktiver Option am besten mit der 64-Bit-Version arbeiten und genug RAM auf Vorrat haben.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass innerhalb von wenigen Sekunden unter Umständen abermals Metadaten in die Originale gespeichert werden. Wenn Sie bilder entwickeln, nehmen Sie in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden mehrere Anpassungen am Bild vor. Sie drücken immer wieder Befehl+Z und fangen wieder von vorne an. Bedenken Sie, dass bei jedem Arbeitsschritt die Änderungen sofort wieder in die Originale geschrieben werden.

Michels Arbeitsweise
Ich schalte die Option in der Regel immer aus. Ich vertrete die Meinung, dass es für die Bilder auf Dauer nicht förderlich ist, wenn innerhalb von wenigen Sekunden der Metadatenstatus immer wieder erneut überschrieben wird. Die Gefahr, dass Bilder dadurch Schaden nehmen können, wird dadurch auf jeden Fall nicht kleiner! Ausserdem arbeitet Lightroom auf einem Laptop spürbar schneller, wenn die Option deaktiviert wurde.

Dadurch kommt der Anwender aber immer wieder in das Dilemma, dass die Metadaten nicht auf dem neusten Stand sind. Wenn Sie Befehl+J drücken, können Sie sich solche Bilder durch ein spezielles Symbol kennzeichnen lassen. Aktivieren Sie die Option "Nicht gespeicherte Metadaten" in den Zellsymbolen. Dadurch wird ein kleines Symbol über jedem Bild eingeblendet, bei welchem die Metadaten im Bild nicht mit denen in der Datenbank überein stimmen. Wenn Sie die Metadaten synchronisieren wollen, wählen Sie die besagten Bilder einfach aus und drücken Befehl+S oder wählen Sie Metadaten > Metadaten in Datei speichern.



Ich bin mit dieser Methode sehr glücklich. In anderen Programmen drückt man schliesslich auch immer wieder mal Befehl+S, um die Arbeit zu sicher. In Lightroom sichere ich damit nach getaner Arbeit einfach meine Metadaten in den Bildern. Dadurch erhöhe ich die Geschwindigkeit von Lightroom, verringere unter Umständen den Netzwerktraffic und minimiere die Chance, dass Bilder beschädigt werden.

So oder so müssen Metadaten am Ende immer in die Bilder gespeichert werden. Auf diese Weise lassen Sie sich selber auch den Weg offen, eines Tages ein anderes Programm als das derzeitige zu verwenden. Wenn die Metadaten schon im Bild drin sind, muss das neue Programm diese nur noch auswerten. Andernfalls müssten Sie die Bilder aus dem DAM bzw. PIE-Ware-Programm exportieren, was enorm zeitaufwändig wäre.


Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle

Mittwoch, 10. März 2010

InDesign: Ebenen-Tricks

Die kurzen Tricks sind nie länger ;-)

Mit diesen Kurzbefehlen können Sie das Erstellen neuer Ebenen in InDesign beeinflussen.
Halten Sie zum Klick auf das Symbol für eine neue Ebene jeweils die folgenden Tasten gedrückt:

  • cmd + Klick erstellt über der aktiven Ebene eine neue Ebene
  • cmd + alt + Klick erstellt unter der aktive Ebene eine neue
  • alt+Klick fragt nach den Optionen



Viel Spass und alles Gute
Haeme Ulrich