Jetzt ist es so, dass man bei einem digitalen Magazin den gleichen Artikel in Hoch- und Querformat anders layouten kann, oder sogar anderen Inhalt bringen kann. Dies habe ich teilweise bei der iPad App zur swiss publishing week 2010 so gemacht.
In Querformat kann man einen Film schauen...
...in Hochformat eine Bildstrecke.
Beim Programm habe ich keine hochformatige Version gemacht. Und zwar konnte ich den Aufwand schlicht nicht rechtfertigen. Zudem wäre die Tabelle zu schmal und unübersichtlich geworden. Hält man das iPad in Hochformat, so lasse ich da eine Meldung erscheinen, die besagt, dass das iPad zu drehen sei.
Querformat:
Was bringt dieser Formatwechsel?
Je länger ich mit InDesign Sachen fürs iPad erstelle und je intensiver ich digitale Magazine konsumiere, desto mehr frage ich mich, ob diese Formatrotation für Konsumenten und Verleger überhaupt einen Mehrwert bringt.
- Übertragen auf den Printbereich: Ich habe noch nie das Gefühl verspürt, mein gedrucktes Magazin drehen zu wollen, um im anderen Format weiter lesen zu können.
- Ist es logisch, dass sich das Layout ändert, wenn ich das Gerät drehe? Wissen das alle, die mein Magazin auf dem iPad lesen?
- Was, wenn Tablets auf den Markt kommen, die diese Rotation nicht unterstützen?
- Wie kann ich es betriebswirtschaftlich rechtfertigen, für die digitale Ausgabe immer alles doppelt zu layouten? Ist der Wow-Effekt soviel wert?
- Wie reagieren Konsumenten, wenn nicht Hoch- und Querformat unterstützt werden (siehe Agenda in der App oben)?
- Bringt es einen Vorteil, wenn ich vertikal eine reine Textansicht habe, wo ich den Text zoomen kann?
Sie sehen, ich stehe der Rotation in digitalen Magazinen skeptisch gegenüber. Ich bin mir nicht sicher, ob sich dieser Luxus halten kann. Doch ich bin nur der Haeme. Viel mehr würde mich interessieren, was Sie darüber denken! Nutzen Sie doch die Kommentarfunktion, damit wir als Ganzes zu einem breiter abgestützten Fazit und vielleicht auch zu praxisrelevanten Tipps kommen.
Herzlichen Dank!
Haeme Ulrich
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