
In Photoshops Voreinstellungen können Sie unter Dateihandhabung bestimmen, ob Photoshop-Dateien mit mehr als einer Ebene maximiert werden sollen. Was bedeutet das genau?
Dies bedeutet, dass im Falle einer Maximierung die Datei intern zweifach gespeichert wird, einmal mit Ebenen und einmal mit einer reduzierten Ebene. Von der reduzierten Ebene bekommen Sie selber nichts mit, Sie sehen diese nicht einmal. Maximierte PSD-Dateien haben Vor- und Nachteile, die ich hier kurz auflisten und abschliessend mit einem kurzen Film erklären möchte.
Vorteile:
- kompatibel mit seeehr alten PSD-Versionen (es wird nur die reduzierte Ebene geöffnet, falls nötig)
- schnellerer Bildaufbau (bei Normalansicht) in Adobe InDesign (ID nutzt nur die reduzierte Ebene zur Vorschau und muss diese nicht selber reduzieren und dann rendern).
- Photoshop-Dateien mit mehreren Ebenen können nur dann in Lightroom importiert werden, wenn die Datei maximiert ist.
Nachteil:
- Die Datenmenge kann bei maximierten Dateien aufgrund der zusätzlichen reduzierten Ebene massiv ansteigen.
Obwohl die Vorteile im Grunde genommen überwiegen, schalte ich die Maximierung immer aus. Ich arbeite so gut wie nie mit PSD-Dateien und setze meistens das TIFF-Format ein. Sollte ich einmal mit PSD arbeiten müssen, überlege ich mir gut, ob ich die Datei maximieren will. Wer oft grosse PSD-Dateien in ID platzieren muss, hat eventuell Vorteile, wenn mit maximierten Dateien gearbeitet wird. Die grössere Datenmenge ist für mich aber ein wichtiges Argument gegen die Maximierung. Auch wenn Speicherplatz heute günstig ist, gibt es viele Betriebe mit zehntausenden oder hundertausenden von Bildern. Wenn da jedes Bild 5 bis 10 oder mehr MB schwerer ist, kann dies betriebswirtschaftlich sehr schnell zu einem Unsinn werden.
Herzliche Grüsse
Ihr/Euer Michel Mayerle
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