Montag, 12. Juli 2010

Papier ist kompatibel

«Das Wunderbare an Standards ist, dass es so viele davon gibt», hat Andrew Tanenbaum, Netzwerk-Forscher, gesagt. Damit trifft er den IT-Nagel voll auf den Kopf. Mich beschäftigen aktuell vor allem digitale Magazine fürs iPad und deren Verbreitung über den iTunes Store.
Was heisst da iPad und iTunes Store? Es geht um Tablets und um Distributions-Modelle. Und schon sind wir mitten in der Problematik. Während Apple im Moment ein Quasi-Monopol im Tablet-Markt hat, kann sich dies ändern, wenn Android-Geräte breitflächig Fuss fassen. Und wegen der Distribution: Ich weiss von der Schweiz wie von Deutschland, dass man mit Hochdruck an alternativen Distributions-Modellen arbeitet, um nicht von Apple abhängig zu sein.
Und dann sind wir genau da, wo Andrew Tanenbaum sagt: Wir haben viele Standards, pro Land, pro Region, pro Plattform. Das bringt Innovation, führt aber zu Kompatibilitäts-Problemen. Welche Funktionen darf mein digitales Magazin haben? Was ist die optimale Auflösung? Alles Probleme, die das geduldige Papier nicht hat. Papier ist nämlich das kompatibelste Medium überhaupt und wird als solches häufig unterschätzt.
Trotzdem freue ich mich auf die digitalen Magazine. Nicht als Ersatz für Drucksachen, nein als neues Medium, bei dem wir die Fachleute sein dürfen!

Herzlich
Haeme Ulrich

3 Kommentare:

  1. Längst nicht alle Informationen und Gefässe müssen über Apps verteilt werden. Deren Vorteile sind so unbestritten, dass die kleinen Progrämmchen immer eine Berechtigung haben werden. Trotzdem werden viele Hersteller und Herausgeber von Kommunikationsmitteln offen bleiben und sich in jedem Fall auch um Apple-unabhängige Distributionsmodelle bemühen; und im Idealfall auch um plattformunabhängige.
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  2. Hallo zusammen

    Ich finde es sehr schade, dass ihr auf weisse Schrift auf schwarzem Grund umgestellt habt. Das ist echt augenUNfreundlich.

    Sonnige Grüsse

    Urs Steudler
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  3. @ Otto Mischler
    Das sehe ich genau so! Darum ist es cool, dass Adobe mehr als das iPad unterstützen wird und wir mit InDesign arbeiten dürfen.

    Ligrü
    Haeme
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