Samstag, 24. April 2010

InDesign: Waschgang für Dateien

Ein Kunde von uns hat eine InDesign-Datei mit einer tollen Tabelle über mehrere Seiten aufgebaut. Doch so schön die Datei auch ist, sie macht Probleme. Da ist mal die Navigation durch die Datei komisch langsam. Und dann ab Seite fünf kann man die Tabelle einfach nicht mehr recht editieren. Wurde was gelöscht, so sah man nichts. Nach einem Refresh des Monitors mit shift+f5 war die editierte Zelle leer. Was nun?

60-Grad-Wäsche
Häufig kann man solche InDesign-Dateien durch die IDML-Waschmaschine lassen, um sie wieder zu säubern. Und das geht so.

1) Exportieren Sie die InDesign-Datei (Datei > Exportieren) als IDML (InDesign Markup Language):


2) Die exportierte IDML-Datei öffnen Sie wieder in InDesign:

3) Jetzt sichern Sie die geöffnete IDML-Datei als neues InDesign-Dokument ab:

Im Beispiel unseres Kunden verhielt sich die Datei ab diesem Waschgang wieder normal.


Kochwäsche
Reicht dies nicht, so kann man in der IDML-Datei selbst Hand anlegen. Dies wird dann allerdings ziemlich freaky. Die IDML-Datei ist eine Sammlung gezippter XML-Dateien, die die InDesign-Datei repräsentieren. Leider lässt sich über den Mac-Finder diese Datei nicht entzippen. StuffIt Expander oder das Terminal könnten es.
Doch es gibt noch eine viel elegantere Lösung: Ich selber greife über Oxygen in die IDML-Datei ein. Das Tolle dabei: Ich muss die IDML-Datei nicht entkomprimieren. Mit Oxygen kann ich direkt in der IDML-Datei editieren, entkomprimiert und komprimiert wird "on the fly":


Herzlich
Haeme Ulrich

1 Kommentare:

  1. Danke für den Tipp, werde ich sicherlich im Hinterkopf behalten.

    Ein Export einer beschädigten Datei über das Interchange-Format hat mich auch schon vor Wochenendarbeit bewahrt!
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