Donnerstag, 11. Februar 2010

Aperture 3: Zweiter Zwischenbericht, Schlagwörter

Ich will mich in meinen Blogs nicht unnötig mit Lobeshymnen zu den neuen aufregenden Funktionen von Aperture 3 aufhalten. Diese wurden ja von Apple bereits selber eindrucksvoll in Szene gesetzt (Videos auf Apple-Website)

Bei meiner heutigen Testphase bin ich aber auf ein Problem gestossen, welches mir ziemlich Kopfzerbrechen bereitet.

Folgende Ausgangslage:
Ich habe eine externe Festplatte formatiert und sämtliche Bilder meines Lightroom-Kataloges auf diese Platte gespeichert. Vorher habe ich tausende und abertausende IPTC-Metadaten in diese Files reingeschrieben, unter anderem auch tausende von Schlagwörtern, wie sie Aperture nennt.

In Aperture angelangt werden diese Schlagwörter zwar wunderbar erkannt, können aber nicht durchsucht werden. Shi... ging mir da spontan durch den Kopf.

Ich habe bis jetzt nur eine einzige Problemlösung dafür gefunden:
Ich lösche im Metadaten-Menü sämtliche Metdaten und fülle diese neu ab. Damit wird dann gerade einmal die Arbeit von rund 4 Jahren zunichte gemacht. Es ist seltsam, dass Aperture 3 die Metadaten zwar korrekt anzeigt, diese aber mit der Suchfunktion nach "Schlagwörtern" nicht findet.

Ich habe ausserdem auch versucht, nur die Schlagwörter manuell zu löschen und neu einzupflegen. Ich habe sogar die Zugriffsrechte der Datenbank repariert und die Datenbank neu erstellt. Doch ich hatte erst erfolg, als ich mit der Brechstange alle IPTC-Metadaten löschen liess.

Was ich stattdessen tun würde:
Man kann in Apertures Suchfenster aber auch nach "Text" suchen. Diese Funktion findet die Schlagwörter problemlos. Aber die Schlagwortfunktion findet offenbar nur Wörter, die eigenständig in Aperture erfasst wurden. Das Problem ist nur, dass die Textsuche sämtliche Metadaten eines Bildes durchsucht, was natürlich oft nicht erwünscht ist. Wenn ich zum Beispiel nach Michel Mayerle suche, wird jedes Bild gefunden, weil ich als Ersteller der Bilder vermerkt bin.

Wie erleben das die Blogleser? Es kann natürlich gut sein, dass andere User dieses Problem nicht haben. Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare. Falls andere Anwender das gleiche Problem haben, werde ich dies an Apple weiter leiten. Ansonsten werde ich das Problem unter "DAU" verbuchen: Dümmster Anzunehmender User > Damit meine ich dann mich selber :-)

Vielen Dank für Ihre Kommentare.

Ihr/Euer Michel Mayerle

10 Kommentare:

Rico Hofmann hat gesagt…

Ich würde das Suchfeld ausklappen, welches hier oben auf der Website zu sehen ist. Dann auf „Regel hinzufügen“ und „IPTC“ wählen. Nun die Suche nach Schlagworten wählen. Solange Aperture geöffnet ist, bleibt diese Auswahl auch erhalten.

Rico Hofmann hat gesagt…

Das Setzen des Häkchens an das gesuchte Schlüsselwort funktioniert auch. Ein Bug scheint allerdings zu existieren: Wenn ich direkt in das Suchfeld des Browsers ein Schlüsselwort eintippe, welches Umlaute enthält (was ja so nicht sein sollte), wird es nicht gefunden. Gehe ich nun in die Metadatenansicht, kopiere es dort heraus und füge es in das Suchfeld ein, wird das Bild gefunden.

Rico Hofmann hat gesagt…

Tja, sonst kann ich das von Dir geschilderte Problem nicht so recht nachvollziehen.

Michel Mayerle hat gesagt…

Hallo Rico

Ja, wenn ich die Schlagwörter via IPTC-Untermenü nehme, klappt die Suche. Die normale Schlagwortsuche streikt bei mir vollkommen.

Michel Mayerle hat gesagt…

Hallo Rico

Interessant, bei mir funktioniert dafür die Suche nach Wörtern mit Umlauten in jedem nur erdenklichen Feld :-) So haben wir alle unsere Probleme...

Liebe Grüsse
Michel

Rico Hofmann hat gesagt…

Ich habe nun noch einmal ein Bild importiert, bei dem ich extern die Schlagworte hinzugefügt habe. Das Browser-Suchfeld findet bei eingeschränkter Textsuche allerdings nur Erstellungsdatum, Name der Arbeitskopie, Untertitel, Dateinamen und Projektnamen. Insofern ist es notwendig, die Volltextsuche zu aktivieren. Das geht meines Erachtens nur in dem Schwarzen Suchfeld und wird für das Browser-Suchfeld übernommen. Dass die Schlagworte nicht durchsucht werden, mag man für wenig sinnvoll halten, aber wenn das erweiterte Suchfenster geöffnet wird, erschließt sich anhand der Möglichkeiten, dass es hier darum geht, eben nur nach Text zu suchen und die Schlagworte auszuschließen. Das mag durchaus seine Daseinsberechtigung haben.

Wenn ich in den erweiterten Suchfeld direkt das gewünschte Schlagwort anklicke, wird es auch gefunden. Das funktioniert also auch. Für den speziellen Fall, dass der Fotograf nach seinem Namen als Schlagwort sucht, kann man schon einmal die erweiterte Such verwenden. Ich zumindest finde das weniger dramatisch. An anderer Stelle habe ich zwar einen kleinen Bug gefunden. Insgesamt läuft Aperture jedoch sehr stabil. Für den Preis und den kleinen Absatzmarkt unter den Mac-Usern kein schlechtes Produkt. Ohne jetzt bestimmte Hersteller im Auge zu haben, finde ich es gut, dass Apple nicht öffentlich tausende von Beta-Testern beschäftigt, wie es immer mehr in Mode kommt. Die User sollen fleißig mitarbeiten und bekommen dann ihr teures Produkt selbst zu kaufen. Bei Open-Source mag das seinen Sinn haben, aber sonst. Man stelle sich das auf andere Industriezweige übertragen vor…

Noch ein Nachtrag zu dem letzten Post: Ich habe mir nun doch noch einmal die Beta von Lightroom angesehen. Was wirklich beeindruckt ist die Schnelligkeit der Bildanzeige. Die Benutzeroberfläche bleibt natürlich Geschmacksache und jeder hat so seinen Vorlieben. Die Rauschentfernung ist wirklich nicht schlecht, aber wie bei jeder Software, die das Farbrauschen stark reduziert, verschwinden bei gering gesättigten dunklen Tönen jegliche Farbsättigung. Daher erscheinen mir die Ergebnisse von Lightroom zwar sehr gut entrauscht, aber doch etwas unnatürlich.

Was die angesprochenen DAM-Systeme betrifft: Es mag sicherlich sein, dass sich viel Datenmüll ansammelt, wenn ich Dokumente nur mit Tag versehe und dann in einen Ordner werfe (grob Vereinfacht gesagt). Da geht der Überblick schnell verloren. Der Unterschied bei Aperture ist jedoch, dass jedes Bild in einem Projekt verzeichnet ist. Man sieht also genau, was an Bildern vorhanden ist und Ordnet die Bilder einfach in Aperture, wie man es sonst aus dem Finder kennt. Nur geht das so noch einfacher, als im Finder. Ein Nachteil entsteht erst, wenn eine bestimmte Ordnung in ein anderes Programm übernommen werden soll. Dann wäre noch die Möglichkeit, die Fotos zu exportieren und dabei die Projektstruktur zu übernehmen. Dann hätte man ein Äquivalent zur Finder-Ordnung. Ansonsten müsste die Library geöffnet werden, wo die Bilder nach Datum sortiert liegen.

Rico Hofmann hat gesagt…

Bei mir geht zwar das ß, aber nicht ä, ü, ö. Wirklich interessant

Michel Mayerle hat gesagt…

Hallo Rico

Ich bin deiner Meinung bei den von dir oben genannten Punkten. Zu der Lightroom Public Beta muss man aber sagen, dass Adobe wirklich auf die Meinung und Wünsche der Anwender hört. Ich bekomme das im Beta-Forium selber bin. Ausserdem war ich schon in der Beta drin, 6 Monate bevor diese publik wurde.

Grundsätzlich bin ich aber auch nicht unbedingt ein Fan der Public-Betas. Es kommt mir auch so vor, als ob Verantwortung abgeschoben würde. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass Lightroom 1.0 und 2.0 bereits ohne jeglichen Update hervorragende Versionen waren, die so gut wie keine Bugs aufwiesen. Die Updates waren meistens nur wegen neuen Kameramodellen oder gar neuen Features.

Eine Frage habe ich noch:
Wie willst du die Ordnerstruktur beim Export erhalten? Der normale Export bietet dies ja nicht an. Du müstest zum Beispiel eine Mediathek exportieren und von dort auf die Struktur zugreifen.

Bestimmt gibt es Scripts, die dies für Aperture machen. Da ich mich aber mehr mit Lightroom befasse, bin ich bei den Scripts zu Aperture nicht gerade der Hirsch.

Rico Hofmann hat gesagt…

Das exportieren ist mit kleinen Einschränkungen ganz einfach. In Aperture einfach auf Voreinstellungen / Ordnernamen klicken. Dort kann nun ein Set festgelegt werden, nach dem exportiert werden soll. Wird dort beispielsweise „Projektname“ ausgewählt, legt Aperture die exportierten Bilder in nach den Projekten benannten Ordnern ab. Es ist auch möglich, „Ordnernamen/Projektnamen“ zu definieren. Das ist sinnvoll, wenn Projekte in Ordnern liegen. Dann einfach oben in der Mediathek auf „Fotos“ gehen und alle exportieren. Natürlich können die Fotos auch in jedem einzelnen Projekt exportiert werden, nur hat man dann nicht die Möglichkeit, alle gleichzeitig zu bearbeiten.

Das einzige kleine Manko – tiefere Strukturen lassen sich nicht darstellen. Aber selbst ich mit 40.000 Fotos in der Mediathek hätte kein Problem damit, die Mediathek für den Export etwas umzustrukturieren. Das ist nach fünf Minuten geschehen und dann funktioniert das. Es ist zwar ein gewisser Aufwand, aber nach kurzer Konfiguration ist das schnell erledigt. Alle Tage wird man das nicht machen wollen, denn es ist eigentlich nur beim Umstieg auf eine andere Software nötig.

Michel Mayerle hat gesagt…

Hallo Rico

Ja, du hast recht, das ist eigentlich keine schlechte Methode. Mir ist auch aufgefallen, dass tiefere Strukturen damit nicht klappen, daher habe ich gestaunt, als du das mit der Ordnerstruktur erwähnt hast.

Ich denke aber auch, dass dieses Feature so nicht schlecht ist. Wer wirklich mit System exportieren will, kriegt dies auch hin.

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