Donnerstag, 29. Oktober 2009

InDesign: Diät für InDesign-Dateien

«Hallo Haeme
Ist es eigentlich möglich und überhaupt sinnvoll, Dokumentchroniken im InDesign zu löschen? Sind das grosse Datenmengen? Ich habe diese Chronikinfos noch nie gebraucht.
Gibt es noch andere sich kumulierende Datenmengen, die CS3 laufend produziert, auf die man allenfalls verzichten und die ich irgendwo löschen kann?
Habe nirgends auf dem Web Informationen zu dieser Frage gefunden.»

Dokumentchronik
Zuerst: An die Dokumentchronik kommt man, wenn man die cmd-Taste gedrückt hält, während aus dem «InDesign-Menü» der Eintrag «Über InDesign...» gewählt wird:

Dort kann man die «Protokolldatei» auch raus schreiben (abspeichern). Grundsätzlich ist diese Dokumentchronik oft hilfreich beim Finden von Fehlern. Ich selber nutze sie regelmässig.

Dokumentchronik löschen
Die Dokumentchronik lässt sich nicht deaktivieren, sie wird einfach erstellt. Löschen lässt sie sich nur über den Umweg «InDesign Interchange Format» oder «IDML», wobei «IDML» ausschliesslich für CS4 verfügbar ist.
1) Die InDesign-Datei offen halten, aus der die Chronik gelöscht werden soll.
2) Datei > Exportieren > InDesign Markup-Format (oder mit CS3 InDesign Interchange Format) > Sichern
3) Die unter Punkt zwei exportierte Datei wieder in InDesign öffnen und als InDesign-Datei abspeichern. Die Dokumentchronik ist jetzt leer, man sieht im Screenshot, dass die Datei neu erstellt wurde:

Andere sich kumulierende Datenmengen
Natürlich hat es in einer InDesign-Datei noch einiges an «gecachten» Daten, so zum Beispiel die Vorschau von Bildern. Diese Vorschau steigt in der Auflösung, wenn ein Bild in InDesign verkleinert wird. Auch da nutzt es, wenn ein «IDML» oder ein «InDesign Interchange Format» erstellt wird (siehe oben).

Von der Grösse her ist es so, dass die Dokumentchronik nicht gross ist. Die zu löschen, um Speicherplatz zu sparen, ist wenig sinnvoll. Der Cache, vor allem die Bildvorschau, macht schon einiges aus. Ich selber exportiere ein InDesign-File immer dann als IDML, wenn ich eine neue Version eines Periodikas auf Basis eines alten Files erstelle. Dann natürlich auch bei jeder neuen InDesign-Version: Wenn ich eine alte Datei öffne, ist die erste Tat immer ein IDML. Ich habe festgestellt, dass dies die Stabilität der Datei massiv verbessert.

Herzlich
Haeme Ulrich

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5 Kommentare:

  1. Besten Dank! Das ist schon sehr aufschlussreich.
    Sobald ich dann aber die neu geöffnete Interchange-Datei wieder als InDesign-Datei abspeichere, hab ich nicht mehr an Datenmenge gespart, als wenn ich sie gleich einfach mit "speichern unter" gesichert hätte.

    Und stimmt es auch nicht, dass sich die CS-Programme bei längerem Einsatz auf der Festplatte mehr und mehr "aufblasen"?

    lg Esther
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  2. Lieber Herr Ulrich,

    ich lese sehr gerne Ihre Tips, die Sie hier veröffentlichen. Es wäre aber sehr hilfreich, wenn Sie bei Tastaturkürzeln, neben der Mac-Variante auch die Windows-Variante angeben könnten. So ließen sich Ihre Tips noch schneller umsetzen. So z.B. der o.g. Tip, beim Anklicken "Über Indesign..." die CMD-Taste (weiß eigentlich jeder Mac-Neuling, dass das die Apfel-Taste ist?) gedrückt zu halten.

    Unter Windows findet man den Menü-Punkt nicht unter dem "InDesign-Menü", sondern unter "Hilfe" und der erweiterte Dialog (mit Dokument-Historie) lässt sich öffnen, indem man die "Strg"-Taste beim Aklicken gedrückt hält.

    Vielen Dank im Voraus,

    Ingo.
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  3. @ Esther:
    Genau, speichern unter... ist auch immer gut. Jedoch die Bildcaches bekommst du so nicht in den Griff, aber sonst wird die Datei von Redundanz entfernt.

    @ Ingo:
    Danke für die Ergänzung! Wir bekommen dauernd Meldungen von Windows-Anwendern, dass wir deren Kürzen nicht erwähnen sollen, weil dies die Blogs unnötig aufblasen würde... Und wegen der cmd-Taste: Auf aktuellen Mac-Tastaturen ist er Apfel nicht mehr drauf, da steht cmd und das Propeller Symbol drauf.

    Herzlichst
    Haeme
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  4. Hallo Haeme,

    habe ich das richtig verstanden, dass Windows-User nicht wollen, dass die Tastatur-Kürzel für die Windows-Versionen veröffentlicht werden?
    Und das, weil es mehr Platz / Text beansprucht? Solche Argumente kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wer nicht den Hinweis auf die Unterschiede zwischen Win- und Mac-InDesign nicht lesen will, der soll ihn doch einfach überlesen.

    Ich denke, dass aber gerade für Indesign-Einsteiger auf Windows die Hinweise wichtig sind. Obendrein dürfte sich diese Klientel auch nicht wirklich auf dem Mac auskennen (ich tue es, verwende aber trotzdem Windows)...

    Viele Grüße,

    Ingo.
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  5. Hallo Ingo. Ganz genau, du hast es richtig verstanden. Diese Inputs bekommen wir wirklich regelmässig.

    Liebe Grüsse
    Haeme
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